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Susanne Baerg

  SUSANNE BAERG
 
  Sonntagsschularbeit auf Haiti

  Gehet hin und machet zu
  Jüngern alle Völker...
  Lehret sie halten alles ,
  was ich euch befohlen habe.
                     Matth. 28,19-20


 
  D eutsche
  M issions
  G emeinschaft
      
Hier kanst du meine Rundbriefe als PDF runterladen:

Septemberbericht 2010

Aprilbericht(Ostergruß) 2010

Märzbericht 2010

Februarbericht 2010

Januarbericht 2010

Neujahrsgruß 2010

Novemberbericht 2009

Oktoberbericht 2009

 

Buchenauerhof, 74889 Sinsheim
Internet: www.DMGint.de

Der erste Kontakt zu Susanne Baerg mit der Gemeinde
seit Februar 1988
In ihrer ersten Frauenstunde sprach sie zu uns über
Sprüche 31 und erzählte uns von den Aufgaben auf Haiti.

 Sonntagsschularbeit auf Haiti

Hauptstadt: Port-au-Prince
Fläche: 27800qkm
Einwohner: ca.10 bis 12 millionen,ca.395 pro qkm; fast ausschließlich ehemalige afrikanische Sklaven
Sprache: Französisch und Kreolisch
Religion: Katholisch, jedoch stark vermischt mit dem Voodookult (Geisterglaube); rund 25% evangelikal
Klima : tropisch
Wirtschaft: hauptsächlich Landwirtschaft
Arbeitsmarkt: ca. 70-80 % arbeitslos
Probleme: instabile politische Lage, Überbevölkerung, fortschreitende Erosion, Waldbestand unter 5%
Analphabetentum: ca.65%
 Haiti 
   Bis zur Entdeckung durch Kolumbus im Jahre 1492
   war die fruchtbare, tropische Insel mit den
   Arawakindianern bewohnt. Kolumbus , der auf der
   Suche nach Gold war, begann mit der Ausbeutung
   der Insel, in dessen Verlauf die Ureinwohner
   ausgerottet wurden. Westafrikanische Sklaven
   mussten unter unmenschlichen Bedingungen die
   waldrodungen und Plantagenarbeiten weiterführen.
   Im Jahr 1697 trat Spanien das westliche Drittel
   der Insel an Frankreich ab. Dieses kleine Land
   wurde im 18. Jahrhundert die ertragsreichste
   Kolonie Frankreichs. Die Sklaven waren gegenüber
   ihren Herren in großer Überzahl. Im August 1791
   fingen sie an , sich gegen die brutale Behandlung
   aufzulehnen. Es kam zu einem jahrelangen
   Zermürbungskrieg, den die Sklaven gewannen.
Am 1.1.1804 erklärten sie ihre Unabhängigkeit von Frankreich und nannten ihr Land Haiti.
Zur Zeit regiert als President Rene Garcia Preval und als Prime Minister Jasques –Eduard Alexis.
Stand Mai 2007

 
Meine Geschichte

Meine Eltern kamen aus der Ukraine und der Krim. Sie sind 1948 mit 5 Kindern von Deutschland nach Paraguay in Süd Amerika ausgewandert und siedelten sich in einer mennonitischen Kolonie im Westen des Landes an. Dort wurde ich als 6 Kind der Familie geboren. Zwei weitere Geschwister kamen später noch dazu. Wir lebten hauptsächlich von der Landwirschaft. 1963 verließ die Familie Paraguay aus wirtschaftlichen Gründen und fand in Bielefeld eine Bleibe. Hier machte ich zuerst meinen Mittelschulabschluß und lernte dann als Industriekauffrau. Vier Jahre arbeitete ich in dem Beruf. Danach besuchte ich von 1973 bis 1976 die Bibelschule Brake und schloss gleich noch einen dreimonatigen Lehrgang für Kinderarbeit in der Schweiz an. Den Sommer 1977 verbrachte ich in Belfast, Nordirland. Ich machte ein Praktikum bei der Kinder Evangelisations-bewegung (KEB). Im Oktober 1977 trat ich meinen Dienst bei der KEB in Deutschland an. Bis Dezember 1981 arbeitete ich als Zweigleiterin in der KEB Lippe.

Durch einen Rundbrief von Johannes und Luise Schürer , Missionare auf Haiti, wurde ich sehr klar von Gott angesprochen, in die Mission nach Haiti zu gehen. Im Januar 1982 begann ich meine Kandidatenzeit bei der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG) in Sinsheim. Danach lernte ich die französische Sprache, machte einige Monate Reisedienst und flog am 19.April 1983 zum erstenmal nach Haiti. Im ersten Dienstabschnitt von vier Jahren arbeitete ich in einer Berufsschule für Hauswirtschaftslehrerinnen als Bibellehrer und in der Verwaltung. Nebebher unterrichtete ich die Sonntagsschulklasse der 12-bis 14-jährigen Mädchen in einer großen haitianischen Gemeinde. Dadurch lernte ich das Sonntagsschulmaterial kennen, das von allen M:E:B:S:H: Gemeinden benutzt wurde. Es war sehr mangelhaft. Gott zeigte mir, dass ich da etwas tun sollte. Die Zeit meines ersten Heimataufenthaltes nutzte ich dafür , mich auf diesen Dienst vorzubereiten. Ich belegte Kurse auf der Hochschule für Mission in Korntal und auf der Internationalen Universität in Columbia , U.S.A.

Missionsgemeindeverband  M.E.B.S.H.
(
Mission Evangelique Baptiste du Sud d’Haiti)

Das schlichte Bezeugen des Wortes Gottes legte vor rund 70 Jahren den Grund für den Gemeindeverband. Er entstand durch Haitianer , die in Kuba als Gastarbeiter auf Zuckerrohrplantagen gearbeitet hatten und durch eine nordamerikanische Mission zum Glauben an Jesus gekommen waren. Diese junge Christen , meist Analphabeten, hatten ein großes Anliegen für ihre Angehörigen in Haiti. Mit viel Eifer und unter starkem Widerstand evangelisierten sie ihre Dörfer. Doch merkten sie bald, das ihnen Bildung und Bibelkenntnis fehlten, um die neuentstandenen Gemeinden zu leiten. So baten sie ausländische Missionare um Hilfe. Die Mission,( jetzt World Team, damals West Indies Mission)  gründete zuerst eine Bibelschule , um Pastoren auszubilden. Viele der ersten Schüler, Männer und Frauen, mußten zuerst Lesen und Schreiben lernen, bevor sie mit der theologischen Ausbildung beginnen konnten.

Es wurde den Missionaren bald bewusst, dass auch andere Arbeitszweige nötig waren, um in so einem armen Land glaubwürdig Gemeindeaufbauarbeit tun zu können. So wurde eine medizinische Arbeit mit mehreren kleinen ambulanten Kliniken und Entbindungsstationen, einem Krankenhaus und einem Dorfgesundheitsprogramm aufgebaut. Dazu kamen Radio-, Kinder- und Sonntagsschularbeit, Grund- Mittel- und Berufsschulen,  Alphabetisierungsprogramm für Erwachsene und landwirtschaftliche Entwicklungsarbeit.

Das Ziel von World Team ist, gesunde einheimische Gemeinden zu gründen, die selbst missionarisch tätig sind, um neue Gemeinden zu gründen. Das ist ihr in Haiti gelungen. Als World Team 1986 die Leitung der Arbeit in Haiti an die Einheimischen übertrug, gab es in der M.E.B.S.H. 275 Gemeinden. Im Sommer 2005 war die Zahl auf 425 Gemeinden angestiegen.

Mein Dienstag

Alle Gemeinden der M.E.B.S.H. haben eine Sonntagsschule. Vor dem Gottesdienst trifft sich die ganze Gemeinde in kleinen Gruppen (nach Alter aufgeteilt) für eine Stunde Bibelunterricht, der von Leien aus der Gemeinde erteilt wird. Meine Aufgabe ist es , in Zusammenarbeit mit mehreren Haitianern, das Unterrichtsmaterial für die Sonntagsschullehrer herzustellen.

Jedes veröffentlichen wir im Dezember drei Bücher, die jeweils ein ganzes Jahresprogramm für eine Altersstufe enthalten:

1.        für Kinder von3-8 Jahren,

2.        2. Für Kinder von 9-14 Jahren,

3.        3. Für Erwachsene.

4.        Die Bücher heißen „Reyon Limye“, was Lichtstrahl bedeutet. Zu unserem Sortiment gehört ein 4. Buch für den Katechetenunterricht, das wir nicht jedes Jahr neu produzieren, da es ja ein feststehendes Programm ist.

5.        Die Bücher werden so preiswert wie möglich hergestellt, damit sie sich jede Gemeinde leisten kann(knapp 2 Euro pro Stück). Nicht nur die Gemeinden  der M.E.B.S.H. benutzen sie, sonder auch viele andere Gemeindeverbände und unabhängige Gemeinden im ganzen Land und darüber hinaus, wo es Haitianer gibt. Seitdem ich 1989 in die Arbeit einstieg, konnten wir die Auflage jedes Jahr erhöhen (von 6.500 für 1990 bis 32.500 für 2005).

6.        Neben der Materialentwicklung führen wir als Team, Pastor Pharnest, Pastor Etheard, Frau Remonville und ich, Seminare für Sonntagsschullehrer durch und gestalten jede Woche ein Radioprogramm von 40 Minuten. Darin unterrichten wir die Lektion für den kommenden Sonntag für die Erwachsenenklassen und geben den Lehrern der Kinderklassen Hilfestellung und Ideen.

7.        In absehbarer Zeit würde ich gern die Verantwortung für die Herstellung der Sonntagsschulbücher für die Kinderklassen abgeben, um auch für Frauenarbeit Material entwickeln zu können.

Gebetsanliegen

BEZIEHUNG ZU GOTT

·         diszipliniertes geistliches Leben

·         Gute Zeiten mit dem Wort Gottes

·         Absolutes Vertauen auf den Herrn

 

PERSÖNLICH

·         harmonische Wohngemeinschaft

·         Gesungheit

·         Bewahrung

·         Genügend finanzielle Unterstützung

·         Jemand der meine Verantwortung für die Kinderarbeit bald übernimmt

·         Wechsel in die Frauenarbeit

 

ARBEIT IM TEAM

·         Einheimische Mitarbeiter unser Leiter Pastor Pharnest Ulysse, Pastor Smarth Etheard, Frau Remonville

·         Gute Zusammenarbeit

·         Seminare für Sonntagsschulhelfer

·         Wöchentliche Radiosendungen

·         Ausarbeitung neuer Studienreisen

·         Herstellung der Bücher

PROJEKTE

·         ein neuer Computer –(hat sich schon erledigt)

·         Ein neuer Fotokopierer

·         Ein Motorrad für Pastor Etheard ( Danke , ist auch schon)

·         Hilfe bei den Kosten für  Seminare für Sonntagsschulhelfer

 
Postanschrift in Haiti:

Susanne Baerg
Agape Flights Cay 18091
100 Airport Ave
Venice, FL 34285
U.S.A.
Telefon: 509-3640-9864
subaerg@gmx.de
subaerg@arcor.de 

Spendenkonten:

Deutsche Missionsgemeinschaft in Sinsheim
Volksbank Kraichgau Nr. 269204, BLZ 67291900